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Unter Chiropraktik versteht man die Diagnose und Therapie von Funktionsstörungen und Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates. Das Ziel ist, Fehlhaltungen und falsche Bewegungsabläufe zu korrigieren.
Wirbelsäule und Becken nehmen hierbei eine Schlüsselstellung ein.
Durch Verschiebung der Wirbel gegeneinander werden Nerven eingeengt. Dieser Zustand kann sich örtlich, aber auch ausstrahlend bemerkbar machen.
Viele Patienten bringen der Chiropraktik mittlerweile ein gewisses Unbehagen entgegen, entweder bedingt durch eigene schlechte Erfahrungen mit „Hau-Ruck“- Technik ohne begleitendes Lockern der Muskulatur oder durch Mangel an Information.
Gute Chiropraktik arbeitet mit minimalem Kraftaufwand und genau dosierten Impulsen anstatt ungezielter Manipulation. Man benutzt die für den Patienten schonendste Technik (mag diese auch für den Behandler auch etwas aufwändiger sein).Ein vorheriges Lockern der Muskulatur, z.B. durch andere naturheilkundliche Verfahren wie Massage oder Baunscheidtieren ist zweckmäßig. Und: es muss nicht immer „knacken“. Dieses Geräusch entsteht übrigens nicht durch Gelenkreibung sondern durch den Druckausgleich im Gelenkinnenraum.
Die Chiropraktik ist vor allem für solche Fälle geeignet, bei denen die Dorntherapie z.B. aufgrund starker Schmerzempfindlichkeit oder komplizierter Blockaden nicht in Frage kommt.
Ganzheitliche Chiropraktik betrachtet nicht nur den blockierten Wirbel oder das verschobene Becken, sondern nimmt Bezug auf die Zusammenhänge : über Reflexzonen auch zu Organen bzw. über Akupunkturpunkte des am Rücken verlaufenden Blasenmeridians.
Dies erfordert eine genaue Diagnose („Was ist wo in welche Richtung verschoben ?“) , was unter Umständen einen gewissen zeitlichen Aufwand bedeuten kann, da der Körper in seiner Gesamtheit betrachtet wird und nicht nur das schmerzende Gelenk.
Anschließend wird der Befund mit dem Patienten besprochen und die Behandlungstechnik erklärt.
Es gibt auch Techniken ohne „Ruck“, bei denen durch langsames Dehnen ähnliche Erfolge erzielt werden können.
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