Akupunktur als Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist eine in mehr als 2000 Jahren bewährte medizinische Heilweise.

Durch Reizung spezieller Punkte wird der Organismus gezielt stimuliert, sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen.                                                   Akupunktur nimmt Einfluss auf den Fluss des Qi (Lebensenergie), über ein energetisches Netzwerk von Kanälen, das nicht nur Akupunkturpunkte, sondern über innere Verläufe auch Organe miteinander verbindet.

Doch vor der Akupunktur steht die Diagnose. Hierzu gehören eine eingehende Befragung (auch nach Lebensgewohnheiten, Kälte– und Wärmeempfindungen, Schlafverhalten usw.) , Puls- /Zungendiagnose, Tastbefunde und evtl. andere Tests (z.B. Sensibilitätstest nach Akabane). Die Befunde werden dann den einzelnen Symptomen zugeordnet. Dann wird die Behandlung individuell geplant.

Westliche und Chinesische Medizin ergänzen sich hierbei: In der TCM gelten  Asthma, Ischiassyndrom oder Migräne nicht als wirkliche Diagnose, man spricht vom Eindringen schädlicher Faktoren (z.B. Wind, Hitze usw.), krankmachenden Emotionen oder Ungleichgewicht im Zusammenspiel der Organe.

Demnach ist es einleuchtend, dass bei jedem Krankheitsbild ein individueller Behandlungsplan erstellt werden muss und ein simples Nadeln nach Lehrbuch-Schema häufig nicht zum Erfolg führt. Eine kontinuierliche Beachtung der Veränderung der Symptome und das exakte Aufsuchen der Punkte ist ebenfalls wichtig.

Eine Akupunktursitzung dauert 45-60 Minuten, inklusive Diagnosestellung, wobei   6 –10 Nadeln gesetzt werden, die für circa 30 Minuten am ruhenden Patienten verbleiben. Optimal ist es, wenn Sie beim Einstich ein leichtes Druckgefühl, Ziehen oder Kribbeln bemerken.                                                        In speziellen Fällen ist es möglich, winzige Dauernadeln zu setzen, die über einen Zeitraum von mehreren Tagen dort verbleiben.

Ein weiteres Behandlungsverfahren, das zusammen mit der Akupunktur oder einzeln für sich angewendet werden kann, ist die MOXIBUSTION.               Darunter versteht man eine Wärmebehandlung, bei der getrocknetes Beifußkraut auf Akupunkturnadeln oder mit Unterlage auf bestimmten Zonen erwärmt wird. Dieses Verfahren hat eine kräftigende Wirkung.

Eine der hierzulande wenig bekannten Techniken ist das GUA SHA.                Diese eignet sich besonders für Erkrankungen des Bewegungsapparates, Schmerz- zustände und für grippale Infekte. Die zu behandelnde Stelle wird mit einem Öl vorbehandelt. Danach wird dieses Areal mittels eines Gegenstandes mit abgerundeten Kanten in einer Schabetechnik behandelt. Dabei öffnen sich die oberflächlichen Kapillargefässe und die umliegende Haut beginnt sich zu röten. Die Hauterscheinungen können noch mehrere Tage danach sichtbar sein. Es empfiehlt sich also nicht, nach der Gua Sha Behandlung ein Sonnenbad zu nehmen. Außerdem ist es sinnvoll, die geöffneten Poren vor Wind und Kälte zu schützen. Gua Sha ist dann besonders wirksam, wenn aus Sicht der TCM Stagnationen vorliegen, d. h. es ist eine Methode, die etwas „bewegt“.

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